Arduino Programmierung

Die Programmiersprache in welcher man beim Arduino entwickelt ist C++. Jedoch stehen einem nicht der volle Umfang der Sprache C++ zur Verfügung.
Auf dieser Seite möchte ich gerne eine kleine Referenz abbilden. Eine sehr ausführliche Referenz findet man auf der Seite https://www.arduino.cc/en/Reference/HomePage.

Aufbau eines Sketches

Ein Arduino Sketch ist immer mit mindestens dieser 2 Funktionen aufzubauen :

Die Funktion „setup“ wird einmalig beim Starten des Arduinos ausgeführt (bzw. jedesmall wenn der Resetknopf betätigt wird).

Hingegen die „loop“ Funktion wird wie der Name erahnen läßt dauerhaft ausgeführt. D.h. bei einem Arduino UNO mit 16MHz 16 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde).
diese geschwindigkeit wird jedoch durch die Verarbeitung von Daten und der kommunikation mit Sensoren und Modulen gebremst so das dieser Wert wohl nie erreicht werden kann.

Datentypen

Es stehen dem Entwickler folgende Datentypen zur Verfügung:

DatentypBeschreibungBeispiel
longganze Zahlen (-2⁹ bis 2⁹)long t = 3;
intganze Zahlen (-32.768 bis 32.767)int i = 3;
floatGleitkommazahl (-3,4E+38 bis 3,4E+38)float t = 3.3;
StringZeichenkette (Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen)String value = „test“;
String value = String(„test“)
char Zeichenchar c = ‚A‘;

Umwandeln von Daten

Manchmal muss man Daten umwandeln um diese weiter verarbeiten zu können.

Möchte man eine Gleitkommazahl in ein String „packen“ so gibt der Compiler folgende Meldung aus:

Compilerfehler floatToString
Compilerfehler floatToString

Also wie bekommt man nun eine float Variable in ein String?

Man kann eine neue String Variable erstellen und dem „Konstruktor“ die float Variable als Parameter übergeben:

Das Ergebnis ist die Ausgabe von „3.30“

Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel1
Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel1

Funktion „round“

Das kaufmännische Runden von Gleitkommazahlen übernimmt die Funktion“round“. Dazu wird der Funktion als Parameter der zu rundene Wert übergeben und als Rückgabewert erhält man den kaufmännisch gerundeten Gleitkommawert.

Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel2
Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel2

Manchmal ist es jedoch wichtig die nachkomma stellen mitanzuzeigen aber trotzdem zu runden, dafür gibt es in der C++ Bibliothek „stdlib.h“ (welcher der Arduino IDE bereits beiliegt) eine passende Funktion.

Runden von Gleitkommazahlen mit „dtostrf“

Nehmen wir an wir wollen die Zahl „PI“ auf 6 Stellen nach dem Komma runden.

Zeile 8 erzeugen eines char Arrays für die spätere konvertierung. (Da ein String im eigentlichen nichts anderes wie ein char Array ist.)
Zeile 9 unser Ausgangswert welcher umgewandelt werden soll.
Zeile 10 Funktion zum umwandeln von double & float Werten nach String (siehe Referenz auf www.nongnu.org).
– erster Parameter ist der zu bearbeitende Wert
– zweiter Parameter sind die Stellen vor dem Komma
– dritter Parameter sind die Stellen nach dem Komma
– vierter Parameter ist das char Array in welches der Wert geschrieben wird
Zeile 11 Zuweisung des char Arrays auf die neue String Variable.
Zeile 12 Ausgabe des gekürzten Wertes

Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel2
Arduino, Ausgabe einer Float Variable, Beispiel2

Funktionen

Namenskonvention

Eine Funktion sollte einen „für sich sprechenden Namen tragen“ d.h. wenn die Funktion ein Temperaturwert zurück liefert sollte die Funktion getTemperatur() lauten. Des Weiteren werden die Namen in Camelcase geschrieben, d.h. es werden die Wörter zusammengeschrieben aber jedes Wort beginnt mit einem großen Buchstaben.

Rückgabewerte

Eine Funktion kann einen Datentypen als Rückgabewert haben oder aber keinen (void).

Hier ein Beispiel für eine Funktion welche ein String als Rückgabewert hat:

Wenn jedoch kein Rückgabewert benötigt wird, so wird als Parameter der Funktion „void“ angegeben:

 

Fortsetzung folgt……