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Welches Experimentier-Kit ist besser? Keyestudio Inventor Kit vs. Funduino Cube

Veröffentlicht am 14. August 202614. August 2026 von Stefan Draeger

Zwei Kits, ein ziemlich ähnliches Ziel – und trotzdem zwei ganz unterschiedliche Ansätze.

Mit dem Keyestudio Inventor Starter Kit und dem Funduino Cube stehen zwei spannende Experimentierplattformen auf meinem Tisch, die vor allem eines versprechen: schnell loslegen, verschiedene Sensoren und Aktoren ausprobieren und eigene Projekte umsetzen, ohne jedes Mal eine komplette Schaltung von Grund auf neu aufzubauen.

33 € vs. 60 € – Welches Experimentier-Kit ist besser? Keyestudio vs. Funduino Cube
Dieses Video auf YouTube ansehen.

Aber welches Konzept macht am Ende mehr Spaß? Wo unterscheiden sich die beiden Kits eigentlich wirklich voneinander? Und wenn ich mich heute für eines entscheiden müsste: Welches Kit würde ich persönlich bevorzugen?

Genau das möchte ich mir in diesem Beitrag etwas genauer anschauen – nicht nur anhand der technischen Daten, sondern vor allem mit Blick auf den praktischen Einsatz.

Überblick - Keyestudio Inventor Kit mit ESP32
Überblick – Keyestudio Inventor Kit mit ESP32
Funduino Cube und Funduino Entwicklerboard
Funduino Cube und Funduino Entwicklerboard

Transparenzhinweis: Sowohl das Keyestudio Inventor Starter Kit als auch den Funduino Cube habe ich kostenfrei für einen unabhängigen Review zur Verfügung gestellt bekommen. Auf diesen Vergleich und meine Bewertung hat das jedoch keinen Einfluss. Ich möchte beide Konzepte möglichst fair gegenüberstellen und am Ende ganz offen zeigen, welches der beiden Kits mich persönlich mehr überzeugt.

Inhaltsverzeichnis

  • Keyestudio Inventor Starter Kit
  • Funduino Cube
  • Keyestudio Inventor Kit vs. Funduino Cube im direkten Vergleich
  • Für wen eignet sich welches Kit?
    • Welches Kit würde ich persönlich wählen?

Keyestudio Inventor Starter Kit

Das Keyestudio Inventor Starter Kit bringt insgesamt 15 fest verbaute Komponenten mit und wird mit 30 fertigen Projekten ausgeliefert. Dadurch kann man direkt mit ersten Experimenten starten, ohne für jedes Projekt zunächst einzelne Sensoren, LEDs oder andere Bauteile zusammensuchen zu müssen.

Überblick - Keyestudio Inventor Kit mit ESP32
Überblick – Keyestudio Inventor Kit mit ESP32

Als Mikrocontroller können laut Hersteller entweder ein ESP32 oder ein Arduino Nano V3 eingesetzt werden. In meinem Test zeigte sich allerdings ein konstruktiver Fehler beim Anschluss des Arduino Nano V3, wodurch sich dieser nicht wie vorgesehen verwenden lässt. Auf dieses Problem gehe ich in meinem separaten Testbericht zum Keyestudio Inventor Starter Kit ausführlicher ein.

Eine Stiftleiste des Arduino Nano hängt frei in der Luft statt in der Buchsenleiste

Eine Besonderheit des Boards ist die Anbindung der einzelnen Komponenten. Die Stromversorgung ist bereits intern mit den Komponenten verbunden, die jeweiligen Signalleitungen jedoch nicht. Diese müssen mit Breadboard- beziehungsweise Jumperkabeln separat mit den gewünschten GPIOs des Mikrocontrollers verbunden werden.

ESP32 Raumklima Monitor Projekt am Keyestudio Inventor Kit
ESP32 Raumklima Monitor Projekt am Keyestudio Inventor Kit

Die GPIOs des eingesetzten Mikrocontrollers sind dafür über Stiftleisten frei zugänglich. Das sorgt nicht nur für Flexibilität bei der Zuordnung der bereits vorhandenen Komponenten, sondern ermöglicht auch den Anschluss zusätzlicher Sensoren, Aktoren oder Module, die auf dem Board selbst nicht vorhanden sind.

Damit ist man nicht ausschließlich auf die 15 integrierten Komponenten beschränkt, sondern kann das Board problemlos für eigene Projekte erweitern. Gleichzeitig bleibt nachvollziehbar, welcher GPIO mit welcher Komponente verbunden ist.

Preislich liegt das Keyestudio Inventor Starter Kit derzeit bei etwa 33 Euro zuzüglich Versandkosten auf Amazon.de.
Keyestudio Inventor Starter Kit bei Amazon.de (Affiliate-Link)

Funduino Cube

Der Funduino Cube verfolgt ein ähnliches Ziel wie das Keyestudio Inventor Starter Kit, setzt dabei aber stärker auf einen möglichst einfachen Einstieg. Auf dem Board befinden sich insgesamt 15 Sensoren und Aktoren, die direkt für erste Projekte genutzt werden können.

Funduino Cube
Funduino Cube

Zusätzlich stehen Schnittstellen für UART und I2C zur Verfügung. Darüber lassen sich weitere Module und Sensoren anschließen, wenn die integrierte Ausstattung einmal nicht ausreicht. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein SG90-Servomotor sowie eine IR-Fernbedienung, wodurch bereits einige interessante Projekte ohne zusätzliche Hardware umgesetzt werden können.

externe Anschlüsse am Funduino Cube
externe Anschlüsse am Funduino Cube

Ausgeliefert wird der Funduino Cube mit einem Arduino Nano V3. Das Konzept ist jedoch nicht ausschließlich auf diesen Mikrocontroller beschränkt. Über separat erhältliche Adapter lässt sich das Board auch mit einem ESP32 oder einem Raspberry Pi Pico verwenden. Die entsprechenden Adapter können zusätzlich über den Funduino-Shop bezogen werden.

Arduino Nano Clone auf den Funduino Cube gesteckt
Arduino Nano Clone auf den Funduino Cube gesteckt
Raspberry Pi Pico 2 W auf Funduino Cube mit Adapterplatine
Raspberry Pi Pico 2 W auf Funduino Cube mit Adapterplatine
ESP32 mit Adapter auf dem Funduino Cube
ESP32 mit Adapter auf dem Funduino Cube

Dass sich der Cube damit auch für modernere Projekte eignet, habe ich bereits selbst ausprobiert. In einem separaten Projekt habe ich gezeigt, wie sich der Funduino Cube mit einem Raspberry Pi Pico verbinden und anschließend über Node-RED steuern lässt. Damit kann das Board also auch über klassische Arduino-Projekte hinaus genutzt und beispielsweise in IoT- oder Automatisierungsprojekte eingebunden werden.

MQTT Explorer - aktivieren der LED am Funduino Cube
MQTT Explorer – aktivieren der LED am Funduino Cube

Ein klarer Schwerpunkt des Funduino Cube liegt auf dem Einstieg in die Mikrocontroller- und Elektronikwelt. Auf der offiziellen Webseite unter funduino-cube.de gibt es einen eigenen Bereich mit zahlreichen Projekten rund um das Board. Gerade Anfänger bekommen dadurch viele Ideen und fertige Beispiele, mit denen sie Schritt für Schritt in die Programmierung und den Umgang mit Sensoren und Aktoren einsteigen können.

Preislich liegt der Funduino Cube bei etwa 60 Euro zuzüglich Versandkosten und damit deutlich über dem Keyestudio Inventor Starter Kit.

Keyestudio Inventor Kit vs. Funduino Cube im direkten Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede lassen sich am besten direkt gegenüberstellen:

MerkmalKeyestudio Inventor Starter KitFunduino Cube
Integrierte Komponenten15 Sensoren & Aktoren15 Sensoren & Aktoren
Fertige Projekte30 Projektezahlreiche Projekte auf der Funduino-Webseite
MikrocontrollerESP32, Arduino Nano V3*Arduino Nano V3
Weitere Mikrocontroller–ESP32 und Raspberry Pi Pico über separate Adapter
VerdrahtungSignalleitungen werden selbst mit den GPIOs verbundenKomponenten bereits fest angebunden
Stromversorgung der Komponentenintern verbundenintern verbunden
GPIOs frei zugänglichJa, über Stiftleisteneingeschränkter, Erweiterungen über Schnittstellen
Zusätzliche Schnittstellenfreie GPIOs des MikrocontrollersUART und I2C
Externe Komponenten anschließbarJa, sehr flexibelJa, vor allem über UART und I2C
Zusätzlich im Lieferumfang–SG90 Servomotor, IR-Fernbedienung
ZielgruppeEinsteiger und Maker, die etwas mehr selbst verdrahten möchtenvor allem Einsteiger
Einstiegetwas mehr Eigenarbeit notwendigsehr einfacher Einstieg
Erweiterbarkeitsehr hochgut, zusätzlich durch Mikrocontroller-Adapter
Preisca. 33 € zzgl. Versandca. 60 € zzgl. Versand

* Der Arduino Nano V3 ist laut Hersteller vorgesehen, lässt sich aufgrund eines konstruktiven Fehlers am Board jedoch nicht wie vorgesehen einsetzen. Mehr dazu zeige ich in meinem ausführlichen Testbericht.

Für wen eignet sich welches Kit?

Das Keyestudio Inventor Starter Kit würde ich nicht unbedingt als meine erste Wahl für absolute Anfänger sehen. Zwar sind die einzelnen Komponenten bereits auf dem Board vorhanden und mit Strom versorgt, die Signalleitungen müssen jedoch mit zusätzlichen Breadboard- beziehungsweise Jumperkabeln selbst mit den GPIOs verbunden werden.

Gerade am Anfang sorgt das für etwas mehr Aufwand und bietet natürlich auch zusätzliche Möglichkeiten für Fehler. Hat man sich jedoch erst einmal mit der GPIO-Belegung und der grundlegenden Verdrahtung beschäftigt, wird genau dieser Aufbau zu einer Stärke des Boards. Man bleibt sehr flexibel und muss trotzdem nicht jedes Projekt komplett auf einem Breadboard aufbauen. Für Einsteiger mit etwas Erfahrung und für Maker, die gerne eigene Projekte entwickeln, finde ich dieses Konzept daher durchaus interessant.

Der Funduino Cube geht einen anderen Weg. Das Board ist sehr übersichtlich aufgebaut und ermöglicht gerade Anfängern einen schnellen Einstieg, ohne sich zunächst intensiv mit der Verkabelung beschäftigen zu müssen. Dafür benötigt der Cube auf dem Schreibtisch deutlich mehr Platz.

Im Lieferumfang steckt zunächst ein Arduino Nano V3. Damit lassen sich bereits viele klassische Mikrocontroller-Projekte umsetzen. Für moderne IoT-Projekte fehlt dem Nano jedoch die integrierte WiFi- und Bluetooth-Unterstützung. Wer diese Funktionen nutzen möchte, benötigt beispielsweise einen ESP32 oder Raspberry Pi Pico beziehungsweise Pico W sowie den passenden Adapter. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten.

Welches Kit würde ich persönlich wählen?

Wenn ich mich heute zwischen beiden Kits entscheiden müsste, würde meine Wahl trotzdem auf den Funduino Cube fallen.

Dafür gibt es für mich vor allem zwei Gründe. Zum einen gefällt mir die Möglichkeit, das Board mit unterschiedlichen Mikrocontrollern zu verwenden. Neben dem mitgelieferten Arduino Nano kann ich über entsprechende Adapter auch einen ESP32 oder einen Raspberry Pi Pico einsetzen. Dadurch kann der Cube mit den eigenen Fähigkeiten und Projekten mitwachsen und ist nicht ausschließlich auf eine Plattform festgelegt.

Der zweite Grund ist für mich etwas persönlicher: Der Funduino Cube ist ein Made-in-Germany-Produkt. Gerade im Bereich der Mikrocontroller- und Elektronik-Lernsysteme gibt es vergleichsweise wenige deutsche Anbieter. Wenn zwei Produkte für mich grundsätzlich interessant sind, unterstütze ich daher gerne auch ein Unternehmen aus Deutschland.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Keyestudio Inventor Starter Kit die schlechtere Wahl ist. Wer möglichst günstig einsteigen möchte, direkt einen ESP32 verwenden will und Wert auf eine flexible GPIO-Zuordnung legt, bekommt hier für rund 33 Euro sehr viel geboten. Beim Funduino Cube überzeugen mich persönlich jedoch das durchdachte Gesamtkonzept, die einfache Nutzung und die Möglichkeit, verschiedene Mikrocontroller einzusetzen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Mehr zur Nutzung von KI

Letzte Aktualisierung am: 14. August 2026

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Stefan Draeger — Entwickler & Tech-Blogger

Ich zeige praxisnah, wie du Projekte mit Arduino, ESP32 und Smarthome-Komponenten umsetzt – Schritt für Schritt, mit Code und Schaltplänen.

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