Vergleich Raspberry PI Pico & ESP32

In diesem Beitrag möchte ich den Raspberry PI Pico mit einem ESP32 vergleichen.

Im Beitrag „Ist der Raspberry PI Pico eine alternative zum Arduino Nano?“ habe ich bereits den Raspberry PI Pico mit dem Arduino Nano V3 verglichen und festgestellt das der Pico deutlich vorne liegt. Schauen wir einmal ob der Pico auch dieses mal die Nase vorne hat.

Der ESP32 ist jedoch deutlich Leistungsstärker als der Arduino Nano V3 und kann bestimmt mit dem Raspberry PI Pico mithalten.

Preisvergleich

Den Raspberry PI Pico bekommst du auf ebay.de für schon knapp 10€ zzgl. Versandkosten. Den deutlich älteren ESP32 bekommst du in diversen Ausprägungen für deutlich weniger Geld auch auf ebay.de oder wenn du etwas länger auf dein Gerät warten kannst auch auf aliexpress.com.

Du siehst, den ESP32 bekommst du für etwas mehr Geld mit zusätzlichen Sensoren oder einem Display zum anzeigen von Sensordaten (oder auch der IP-Adresse des Microcontrollers).

Vergleich der technischen Daten vom ESP32 & Raspberry PI Pico

Auf dem Raspberry PI Pico ist der recht neue Chip RP2040 verbaut welcher unter der ARM Lizenz entwickelt wurde. Der ESP32 Chip von Espressif ist deutlich betagter.

  Raspberry PI Pico ESP32
Microcontroller Dual-core Arm Cortex-M0+ (32-bit) Dual-Core Tensilica LX6 (32-bit)
Taktgeschwindigkeit bis zu 133 MHz bis zu 240 MHz
Strom & Spannung    
Betriebsspannung 5V 3.3V / 5V
Stromaufnahme 11mA  
Eingangsspannung 1.8V bis 5.5V  
max. Stromaufnahme per GPIO   5µA im deep sleep
Speicher    
Flash 2MB 4MB
SRAM 264KB 520KB
GPIOs 30 GPIOs, 26x digitale I/O (PWM),
10x kapazitive Touch,
12x analoge Eingänge,
2x analoge Ausgänge
Schnittstellen 2x SPI,
2x I2C,
2x UART
2x I2C,
2x I2S,
1x IR,
4x SPI,
3x UART,
Bluetooth, WiFi
Abmessungen (BxL) 22mm x 51mm  

Der ESP32 hat deutlich mehr Speicher und durch die Bluetooth und WiFi Schnittstelle sogar noch zwei nützliche Features mehr als der Raspberry PI Pico. 

Unterschiede beim Programmieren des ESP32 & PI Pico

Du kannst, wenn du den ESP32 mit der Firmware für MicroPython geflasht hast, diesen mit (oh wunder) MicroPython programmieren. Somit kannst du beide Microcontroller mit der selben Programmiersprache bedienen.

Als Entwicklungsumgebung stehen dir hier die verschiedenen IDEs für MicroPython bereit:

  • MU Editor,
  • Thonny,
  • Eclipse IDE,
  • uPyCraft

Den ESP32 kannst du jedoch auch für ESP Easy flashen und somit entfällt eine Programmierung und man kann die Sensoren & Aktoren einfach über eine Webseite konfigurieren.

ESP Easy - DHT11 Einstellungen
ESP Easy – DHT11 Einstellungen

Hier finde ich den ESP32 deutlich komfortabler denn allein durch ESP Easy stehen einem so viele Möglichkeiten offen (zbsp. Anbindung an Thing Speak ).

Fazit

Wenn ich wählen müsste zwischen einem Raspberry PI Pico und einem ESP32 würde ich zu letzterem greifen. Der ESP32 hat wie bereits erwähnt durch die Bluetooth & WiFi Schnittstelle deutliche Vorteile gegenüber dem Pi Pico. 

Aber der Pico ist deutlich günstiger d.h. für Low Cost Projekte ohne Bluetooth oder WiFi ist dieser Ideal. 

Ein Kommentar

  1. Noch ein Vorteil für des Pico gegenüber dem ESP32 ist die Programmierbarkeit der USB-Schnittstelle – auch als Host, CLC – und HID – Anwendungen. Damit kann man z.b. auch Tastaturen, Mäuse und andere Controller für PCs, Tablets, Spielkonsolen oder MIDI-Synthesizer emulieren und braucht auch keine Treiber für USB/Serial- Konverter zu installieren. Mit diesen gibt es leider bei NodeMCUs häufig Probleme.

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