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Shelly Camera im Test: Unboxing & Review

Veröffentlicht am 10. September 202610. September 2026 von Stefan Draeger

Wer sein Zuhause smart macht, kennt das Problem: Für Licht, Steckdosen, Sensoren und Rollläden gibt es eine App – und für die Überwachungskamera oft direkt die nächste. Besonders dann, wenn man bereits viele Geräte eines Herstellers nutzt, wirkt eine zusätzliche Kamera-App schnell wie ein unnötiger Medienbruch.

Genau deshalb finde ich die neue Shelly Camera spannend. Shelly ist bei vielen Smart-Home-Nutzern längst für Relais, Steckdosen und Sensoren etabliert und erweitert sein Ökosystem nun um eine eigene Kamera. Damit könnte es künftig möglich sein, einen weiteren wichtigen Bereich des Smart Homes innerhalb einer Plattform abzudecken.

Ganz neu ist das Thema Kamera für Shelly allerdings nicht. Bereits zuvor gab es einen ersten Versuch in diesem Bereich, der sich am Markt jedoch nicht dauerhaft etablieren konnte. Mit der neuen Shelly Camera startet der Hersteller nun einen neuen Anlauf.

Shelly Camera im Test – Unboxing, RTSP & Snapshot per URL
Dieses Video auf YouTube ansehen.

In diesem Review schauen wir uns die Kamera deshalb ganz genau an: Was steckt im Karton? Wie einfach ist die Einrichtung? Welche Funktionen bietet sie? Und vor allem: Ist die Shelly Camera eine sinnvolle Ergänzung für ein bestehendes Shelly Smart Home?

Shelly Camera - Verpackung
Shelly Camera – Verpackung
Shelly Camera - weiß - Ansicht von Vorne
Shelly Camera – weiß – Ansicht von Vorne
Shelly Camera mit Magnetfuß an Lampe
Shelly Camera mit Magnetfuß an Lampe

Transparenzhinweis: Die Shelly Camera habe ich für diesen Test selbst gekauft. Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Kooperation und das Gerät wurde mir auch nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Die Bewertung in diesem Beitrag basiert ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen mit der Kamera.

Inhaltsverzeichnis

  • Technische Daten der Shelly Camera
    • Technische Daten im Überblick
    • Full HD ist heute kein besonderes Highlight mehr
    • Interessant wird es bei der lokalen Integration
    • Aufzeichnungen lokal auf microSD speichern
    • Privacy Mode und physischer Ausschalter
    • Auf dem Papier solide – aber reicht das?
  • Preis und Bezug der Shelly Camera
  • Shelly Camera Unboxing und Lieferumfang
    • Das befindet sich im Lieferumfang
    • Flexible Montage durch magnetischen Standfuß
    • Stromversorgung über USB-C
    • microSD-Karte und Bedienelemente
    • Mein erster Eindruck vom Konzept
  • Installation und Konfiguration der Shelly Camera
    • Shelly Camera einschalten
    • Kamera zur Shelly Smart Control App hinzufügen
    • Das erste Livebild
    • Die wichtigsten Einstellungen
  • Shelly Camera im ersten Praxistest
    • Livebild in der App: leider nicht immer zuverlässig
    • Bildqualität bei Tag und Nacht
    • RTSP macht die Kamera deutlich interessanter
    • Noch mehr im Video
    • Kleines Detail bei Cloud-Aufzeichnungen: Encryption Key
  • Fazit und Ausblick

Technische Daten der Shelly Camera

Die Shelly Camera ist eine kompakte WLAN-Kamera für den Innenbereich und wird in Schwarz sowie Weiß angeboten. Für diesen Test verwende ich die weiße Variante.

Mit Abmessungen von nur 60 × 53 × 53 mm und einem Gewicht von rund 60 g fällt die Kamera angenehm klein aus. Sie kann frei aufgestellt oder über ihre magnetische Basis an einer Wand beziehungsweise Decke befestigt werden.

Technische Daten im Überblick

MerkmalShelly Camera
ModellS1CM-0DXW00
Auflösung1920 × 1080 Pixel, Full HD
Sichtfeld110° horizontal / 70° vertikal
NachtsichtSchwarz-Weiß
Bewegungserkennungkamerabasierte Videoanalyse
Bewegungs- / Privatzonenbis zu 10 Zonen
AudioMikrofon und Lautsprecher, Zwei-Wege-Audio
WLAN2,4 GHz und 5 GHz
BluetoothBluetooth 4.2
Streaminglokal und über die Shelly Cloud
Streaming-ProtokolleWebRTC und RTSP
Aufzeichnungmanuell oder durch Bewegung ausgelöst
Lokaler SpeichermicroSD bis 512 GB
Cloud-Speicheroptional
StromversorgungUSB-C, 5 V / 1 A
Abmessungen60 × 53 × 53 mm
Gewicht60 g
MontageStandfuß oder magnetisch an Wand/Decke
Schwenken / Neigenmanuell
MQTTja
Webhooksja
Scriptingja
Lokales Webinterfaceja
IntegrationenShelly Cloud, Home Assistant, Frigate NVR, Alexa, Google Home, SmartThings

Full HD ist heute kein besonderes Highlight mehr

Bei der Auflösung setzt Shelly auf 1920 × 1080 Pixel und damit Full HD. Das reicht grundsätzlich aus, um einen Raum zu überwachen oder unterwegs nach dem Rechten zu sehen.

Technisch gehört Full HD inzwischen allerdings eher zur Grundausstattung. Viele aktuelle Smart-Home-Kameras bieten bereits 2K oder sogar 4K und bringen ebenfalls Funktionen wie Bewegungserkennung, Nachtsicht, Zwei-Wege-Audio oder lokale Aufzeichnung mit.

Auch die übrige Ausstattung der Shelly Camera liest sich zunächst nicht außergewöhnlich. Bewegungserkennung, Benachrichtigungen, Nachtsicht und ein integriertes Mikrofon findet man mittlerweile bei zahlreichen Kameras.

Die eigentliche Stärke der Kamera sehe ich weniger bei der Hardware als bei der Integration in das Shelly-Ökosystem.

Interessant wird es bei der lokalen Integration

Für mich werden vor allem RTSP, MQTT, Webhooks und Scripting interessant. Damit wird aus der Kamera potenziell mehr als nur ein Gerät, das ein Bild in einer App anzeigt.

Der Videostream kann beispielsweise über RTSP lokal bereitgestellt werden. Dadurch lässt sich die Kamera unter anderem in kompatible NVR-Systeme integrieren. Shelly nennt hier beispielsweise Home Assistant und Frigate NVR.

Zusätzlich stehen die für Shelly typischen Möglichkeiten wie MQTT, Webhooks und Scripting zur Verfügung.

Damit wird aus der Kamera potenziell mehr als nur ein Gerät, das ein Bild in einer App anzeigt. Eine erkannte Bewegung könnte beispielsweise weitere Aktionen im Smart Home auslösen.

Denkbar wären etwa:

  • Licht einschalten, sobald eine Bewegung erkannt wird,
  • eine zusätzliche Shelly-Leuchte aktivieren,
  • Automationen in Home Assistant auslösen,
  • Ereignisse per MQTT weiterverarbeiten.

Genau diese Integration werde ich mir im praktischen Test später genauer ansehen.

Aufzeichnungen lokal auf microSD speichern

Für Aufzeichnungen unterstützt die Shelly Camera microSD-Karten mit bis zu 512 GB. Eine Speicherkarte gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.

Aufnahmen können damit lokal gespeichert werden, ohne dass dafür zwingend ein Cloud-Speicher benötigt wird.

Optional steht zusätzlich die Shelly Cloud zur Verfügung. Aufzeichnungen lassen sich dabei lokal, in der Cloud oder parallel an beiden Orten speichern.

Gerade die Möglichkeit zur lokalen Speicherung ist für mich bei einer Smart-Home-Kamera ein wichtiger Punkt.

Privacy Mode und physischer Ausschalter

Bei einer Kamera innerhalb der eigenen vier Wände spielt natürlich auch die Privatsphäre eine wichtige Rolle.

Shelly bietet dafür sogenannte Privacy Zones, über die bestimmte Bereiche des Kamerabildes ausgeblendet werden können.

Zusätzlich besitzt die Kamera einen eigenen Privacy Mode. Wird dieser aktiviert, werden Videoaufzeichnung, Mikrofon und Lautsprecher deaktiviert. Der Modus lässt sich über eine Taste direkt an der Kamera ein- und ausschalten.

Noch konsequenter ist der Schalter auf der Rückseite. Darüber kann die Shelly Camera vollständig ausgeschaltet werden. In diesem Zustand gibt es laut Hersteller weder Streaming und Aufzeichnungen noch Netzwerkaktivitäten.

Gerade diesen physischen Ausschalter finde ich bei einer Kamera im Wohnbereich sinnvoll. Wer wirklich sicherstellen möchte, dass die Kamera gerade nicht aktiv ist, muss sich damit nicht ausschließlich auf eine Einstellung innerhalb der App verlassen.

Auf dem Papier solide – aber reicht das?

Rein anhand des Datenblatts ist die Shelly Camera zunächst keine Kamera, die den Markt mit besonders hoher Auflösung oder völlig neuen Funktionen aufmischt.

Full HD, Nachtsicht, Bewegungserkennung und Zwei-Wege-Audio bieten viele Konkurrenzprodukte ebenfalls.

Der eigentliche Reiz liegt für mich deshalb weniger in der Kamera-Hardware selbst, sondern in der Verbindung aus lokaler Nutzung, RTSP, microSD-Speicher, MQTT, Webhooks, Scripting und dem bestehenden Shelly-Ökosystem.

Ob genau diese Kombination am Ende ausreicht, um die Shelly Camera von der Konkurrenz abzuheben, wird sich im Praxistest zeigen.

Preis und Bezug der Shelly Camera

Die Shelly Camera ist direkt über den Shelly Onlineshop erhältlich und wird in den beiden Farbvarianten Schwarz und Weiß angeboten.

Zum Zeitpunkt meines Kaufs liegt der Preis bei 39,90 Euro. Hinzu kommen die Versandkosten, sodass ich für meine Shelly Camera insgesamt rund 45 Euro bezahlt habe.

Damit bewegt sich die Kamera preislich in einem Bereich, in dem die Konkurrenz bereits recht stark ist. Für vergleichbares Geld sind inzwischen zahlreiche Indoor-Kameras erhältlich, die teilweise eine höhere Auflösung oder zusätzliche Funktionen wie einen motorisierten Schwenkmechanismus bieten.

Der Preis allein ist daher noch kein überzeugendes Argument für die Shelly Camera. Entscheidend wird vielmehr sein, ob sie durch ihre Integration in das Shelly-Ökosystem, lokale Funktionen und offenen Schnittstellen einen entsprechenden Mehrwert bieten kann.

Hinweis: Preise und Versandkosten können sich jederzeit ändern. Die genannten Preise entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt meines Kaufs.

Shelly Camera Unboxing und Lieferumfang

Die Shelly Camera wird in der für Shelly typischen kompakten Verpackung geliefert. Im Inneren befindet sich neben der Kamera das Zubehör für die Stromversorgung und Montage.

Ich habe mich für die weiße Variante entschieden. Gerade in hell eingerichteten Räumen oder an einer weißen Wand dürfte diese deutlich unauffälliger wirken als das ebenfalls erhältliche schwarze Modell.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt die sehr kompakte Bauform der Kamera direkt zur Geltung. Mit Abmessungen von lediglich 60 × 53 × 53 mm und einem Gewicht von rund 60 Gramm gehört die Shelly Camera eher zu den kleinen Vertretern ihrer Klasse.

Shelly Camera - weiß - Ansicht von Vorne
Shelly Camera – weiß – Ansicht von Vorne
Shelly Camera mit Magnetfuß
Shelly Camera mit Magnetfuß
Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung
Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung
Shelly Camera - Abmaße der Kamera
Shelly Camera – Abmaße der Kamera
Shelly Camera - microSD Karte eingesteckt
Shelly Camera – microSD Karte eingesteckt

Das befindet sich im Lieferumfang

Neben der Shelly Camera selbst befindet sich das notwendige Zubehör für die grundlegende Installation im Karton:

  • Shelly Camera in Weiß
  • USB-C-Kabel mit einer Länge von 2 Metern
  • selbstklebende Metallplatte für die magnetische Montage

Eine microSD-Karte gehört nicht zum Lieferumfang. Wer Aufzeichnungen lokal speichern möchte, benötigt daher zusätzlich eine passende Speicherkarte. Unterstützt werden microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 512 GB.

Shelly Camera - Lieferumfang
Shelly Camera – Lieferumfang

[Bild: kompletter Lieferumfang nebeneinander]

Flexible Montage durch magnetischen Standfuß

Die Kamera besitzt einen integrierten magnetischen Standfuß. Dadurch lässt sie sich entweder ganz einfach auf einem Regal, Schrank oder Tisch aufstellen oder mithilfe der mitgelieferten Metallplatte an einer Wand beziehungsweise Decke befestigen.

Ein motorisiertes Schwenken oder Neigen gibt es allerdings nicht. Der gewünschte Blickwinkel wird manuell eingestellt.

Die Halterung ist einfach aufgebaut, funktioniert aber praktisch: Die Metallplatte wird aufgeklebt und die Kamera anschließend magnetisch befestigt. Durch die selbstklebende Metallplatte lässt sich die Kamera auch an Stellen montieren, an denen keine magnetische Oberfläche vorhanden ist.

Shelly Camera mit Magnetfuß an Lampe
Shelly Camera mit Magnetfuß an Lampe

[Bild: magnetischer Standfuß und Metallplatte]

Stromversorgung über USB-C

Die Shelly Camera wird über USB-C mit 5 Volt und maximal 1 Ampere versorgt. Besonders angenehm ist dabei das mitgelieferte 2 Meter lange Kabel, wodurch bei der Positionierung etwas mehr Spielraum zur nächsten Steckdose vorhanden ist.

Einen integrierten Akku besitzt die Kamera nicht. Sie benötigt daher für den Betrieb dauerhaft eine Stromversorgung.

Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung
Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung

[Bild: USB-C-Anschluss der Kamera]

microSD-Karte und Bedienelemente

Auf beziehungsweise an der Kamera befinden sich neben dem USB-C-Anschluss auch die Bedienelemente für die wichtigsten Funktionen.

Über eine seitliche Taste lässt sich beispielsweise direkt der Privacy Mode aktivieren oder deaktivieren. Zusätzlich besitzt die Kamera einen separaten Schalter auf der Rückseite, über den sie vollständig ausgeschaltet werden kann.

Gerade dieser physische Ausschalter ist bei einer Kamera für den Innenbereich eine interessante Lösung. Wer die Kamera zeitweise nicht verwenden möchte, kann sie damit vollständig vom Betrieb trennen, ohne dafür erst die Shelly App öffnen zu müssen.

Shelly Camera - USB-C Buchse und EIN-AUS Schalter
Shelly Camera – USB-C Buchse und EIN-AUS Schalter

Zusätzlich befindet sich an der Kamera der Steckplatz für die microSD-Karte. Über diesen lassen sich Aufnahmen direkt lokal speichern, ohne dafür zwingend einen Cloud-Speicher verwenden zu müssen.

Shelly Camera mit microSD-Karte
Shelly Camera mit microSD-Karte
Shelly Camera - microSD Karte eingesteckt
Shelly Camera – microSD Karte eingesteckt

Mein erster Eindruck vom Konzept

Beim Unboxing wird schnell deutlich, dass Shelly die Kamera bewusst recht schlicht gehalten hat. Es gibt keinen motorisierten Schwenkmechanismus und auch keine aufwendige Halterung. Stattdessen setzt Shelly auf ein kompaktes Gehäuse, einen magnetischen Standfuß und eine möglichst flexible Platzierung im Raum.

Besonders interessant finde ich dabei weniger das Zubehör selbst, sondern die Kombination aus USB-C-Stromversorgung, magnetischer Montage, microSD-Speicher und physischem Privacy-Schalter.

Als Nächstes schauen wir uns an, wie einfach sich die Shelly Camera in Betrieb nehmen und in die Shelly Smart Control App integrieren lässt.

Installation und Konfiguration der Shelly Camera

Nach dem Unboxing geht es an die eigentliche Einrichtung der Shelly Camera. Da ich bereits andere Shelly-Geräte im Einsatz habe, ist die Shelly Smart Control App auf meinem Smartphone bereits installiert und eingerichtet.

Wer bisher noch keine Shelly-Geräte verwendet, benötigt zunächst die Shelly Smart Control App sowie einen entsprechenden Shelly-Account.

Link zum App Store
Link zum Google Play Store

Die Shelly Camera unterstützt für die Ersteinrichtung sowohl Bluetooth als auch WLAN. Ich verwende für die Einrichtung den Weg über Bluetooth, da die Kamera damit direkt von der App gefunden und anschließend mit dem heimischen WLAN verbunden werden kann.

Shelly Camera einschalten

Zunächst wird die Kamera über das USB-C-Kabel mit Strom versorgt und über den Schalter auf der Rückseite eingeschaltet.

Nach dem Start ist die Kamera bereit für die Einrichtung und kann über die Shelly Smart Control App hinzugefügt werden.

Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung
Shelly Camera mit USB-C Stromversorgung

Kamera zur Shelly Smart Control App hinzufügen

In der Shelly Smart Control App wird über das Plus-Symbol ein neues Gerät hinzugefügt.

Anschließend wähle ich die Einrichtung über Bluetooth aus. Die App sucht nun nach Shelly-Geräten in der Nähe und zeigt die Shelly Camera entsprechend in der Geräteliste an.

Nach Auswahl der Kamera werden die Zugangsdaten für das eigene WLAN hinterlegt. Anschließend übernimmt die App die weitere Einrichtung und verbindet die Shelly Camera mit dem Netzwerk.

Die Kamera unterstützt dabei sowohl 2,4-GHz- als auch 5-GHz-WLAN, was bei Shelly-Geräten durchaus erwähnenswert ist.

Das erste Livebild

Nach Abschluss der Einrichtung taucht die Shelly Camera wie die übrigen Shelly-Geräte innerhalb der App auf.

Beim Öffnen der Kamera gelangt man in die entsprechende Geräteansicht und kann dort unter anderem auf das Livebild der Kamera zugreifen.

Live Vorschau der Shelly Camera in der Shelly Cloud
Live Vorschau der Shelly Camera in der Shelly Cloud
Live Vorschau der Shelly Camera im WebInterface des Gerätes
Live Vorschau der Shelly Camera im WebInterface des Gerätes

Damit ist die grundlegende Installation bereits abgeschlossen.

Nach der Einrichtung lohnt sich noch ein Blick in die Einstellungen.

Die wichtigsten Einstellungen

Nach der Einrichtung lohnt sich ein Blick in die Konfiguration der Shelly Camera. Hier finden sich unter anderem Einstellungen für:

  • Video und Livebild
  • Bewegungserkennung
  • Bewegungszonen
  • Privacy Zones
  • Privacy Mode
  • lokale Aufzeichnung auf microSD
  • Cloud-Aufzeichnungen
  • WLAN und Netzwerk
  • Benachrichtigungen

Zusätzlich bietet die Kamera Funktionen, die insbesondere für technisch interessierte Nutzer spannend werden: Dazu gehören beispielsweise RTSP, MQTT, Webhooks, Scripting und das lokale Webinterface.

Diese Möglichkeiten werde ich mir im weiteren Verlauf des Reviews noch separat ansehen.

Shelly Camera im ersten Praxistest

Nach der Einrichtung habe ich mir natürlich auch angesehen, wie sich die Shelly Camera im Alltag schlägt. Dabei zeigt sich ein etwas gemischtes Bild.

Livebild in der App: leider nicht immer zuverlässig

Das Livebild innerhalb der Shelly Smart Control App wird teilweise recht langsam aufgebaut. Gelegentlich bricht der Verbindungsaufbau auch komplett ab.

In diesem Fall startet die App automatisch mehrere neue Versuche. Bei mir wurde dabei bis zu dreimal versucht, den Live-Stream erneut aufzubauen, bevor der Vorgang endgültig abgebrochen wurde.

Das ist etwas schade, denn gerade bei einer Kamera möchte man möglichst schnell einen Blick auf das aktuelle Geschehen werfen können.

Deutlich besser funktioniert der Zugriff dagegen über das lokale Webinterface der Kamera sowie über die Shelly Cloud. Hier wird das Livebild bei mir zuverlässig und deutlich schneller aufgebaut.

Bildqualität bei Tag und Nacht

Die Bildqualität der Shelly Camera würde ich als solide einordnen.

Bei Tageslicht liefert die Full-HD-Auflösung ein ordentliches Bild, das für die klassische Raumüberwachung vollkommen ausreicht. Auch der Nachtmodus funktioniert zuverlässig und liefert ein brauchbares Schwarz-Weiß-Bild.

Wunder sollte man bei der Auflösung allerdings nicht erwarten – im direkten Vergleich zu aktuellen 2K- oder 4K-Kameras fehlt natürlich etwas Detail.

Aufnahme mit der Shelly Camera im Tag Modus - Auflösung 1280x720
Aufnahme mit der Shelly Camera im Tag Modus – Auflösung 1280×720
Aufnahme mit der Shelly Camera im Nacht Modus - Auflösung 1280x720
Aufnahme mit der Shelly Camera im Nacht Modus – Auflösung 1280×720

RTSP macht die Kamera deutlich interessanter

Ein Punkt, der mir besonders gut gefällt, ist der Zugriff auf den Live-Stream über RTSP.

Dadurch ist man nicht ausschließlich auf die Shelly App angewiesen, sondern kann den Kamerastream auch mit anderen Anwendungen öffnen.

Ein einfaches Beispiel ist der VLC Media Player. Dort lässt sich die RTSP-Adresse der Shelly Camera als Netzwerkstream öffnen und das Livebild direkt anzeigen.

Darüber hinaus kann der Stream mit VLC sogar aufgezeichnet werden.

RTSP Stream der Shelly Camera aktivieren
RTSP Stream der Shelly Camera aktivieren
RTSP Stream der Shelly Camera in der Anwendung VLC Media Player
RTSP Stream der Shelly Camera in der Anwendung VLC Media Player

Gerade für eigene Smart-Home-Projekte, NVR-Systeme oder spätere Automatisierungen macht diese offene Schnittstelle die Shelly Camera für mich deutlich interessanter.

Noch mehr im Video

Weitere Eindrücke zur Bildqualität, zur Bedienung und zum Verhalten der Kamera zeige ich im oben verlinkten YouTube-Video etwas ausführlicher.

Kleines Detail bei Cloud-Aufzeichnungen: Encryption Key

Wer die Cloud-Aufzeichnung verwenden möchte, trifft bei der Einrichtung noch auf einen wichtigen Punkt.

Für die in der Shelly Cloud gespeicherten Kameraaufzeichnungen wird ein eigener Encryption Key beziehungsweise ein Passwort eingerichtet. Die Videos und Bilder werden damit verschlüsselt gespeichert.

Dieses Passwort sollte man unbedingt sicher aufbewahren: Shelly weist ausdrücklich darauf hin, dass es nicht wiederhergestellt werden kann. Ohne den Schlüssel können die verschlüsselten Aufzeichnungen nicht mehr entschlüsselt werden.

Wer ausschließlich auf die lokale Speicherung per microSD setzt, benötigt diese Cloud-Funktion natürlich nicht.

Fazit und Ausblick

Nach Unboxing, Einrichtung und dem ersten Praxistest fällt mein Eindruck von der Shelly Camera insgesamt solide aus. Die Kamera selbst setzt bei der Bildqualität keine neuen Maßstäbe, punktet für mich aber an anderer Stelle.

Besonders interessant sind die Möglichkeiten abseits der Shelly App. Der Zugriff über das lokale Webinterface und RTSP funktioniert zuverlässig und eröffnet deutlich mehr Spielraum für eigene Smart-Home-Projekte.

Genau dort möchte ich als Nächstes weitermachen: Ich werde prüfen, wie sich Bilder und Videos automatisiert abrufen und auf anderen Geräten anzeigen lassen. Spannend sind für mich dabei vor allem MQTT, RTSP und die weiteren lokalen Schnittstellen der Kamera.

Daraus könnten später eigene Dashboards, Displays oder Automatisierungen entstehen, die unabhängig von der Shelly App funktionieren.

Für mich ist die Shelly Camera deshalb weniger wegen der reinen Kamera-Hardware interessant, sondern wegen der Möglichkeiten, die sich daraus für weitere Smart-Home-Projekte ergeben.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Mehr zur Nutzung von KI

Letzte Aktualisierung am: 10. September 2026

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Über den Autor

Stefan Draeger — Entwickler & Tech-Blogger

Ich zeige praxisnah, wie du Projekte mit Arduino, ESP32 und Smarthome-Komponenten umsetzt – Schritt für Schritt, mit Code und Schaltplänen.

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